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Verwendung der Lesedosen

Ich wurde jetzt schon mehrmals per Mail oder Kommentar gebeten, kurz vorzustellen, wie ich mit den Lesedosen arbeite. Dies werde ich in diesem Post jetzt endlich nachholen.

 

Die Idee der Lesedosen geht prinzipiell auf Maria Montessori zurück. In der Kosmischen Erziehung wird mit Figurensammlungen zu bestimmten Themen gearbeitet.

 

Ich persönlich bin irgendwann einmal auf einen Blogbeitrag beim Drachenstübchen über Lesedosen mit Figuren vom Flohmarkt gestoßen. Weitere BlogerInnen wie Endlich Pause (Valessa hatte die Idee die Ltd. Safari Toobs für die Lesedosen zu verwenden), auch Krabbelwiese und Mistmade haben die Idee der Lesedosen aufgegriffen. Die Idee zum Layout der Lesedosen stammt von Valessa von Endlich Pause, ich habe noch Wortkarten für die Kinder, die nach Erhöhtem Förderbedarf unterrichtet werden und nur Wörter schreiben/lesen können, ergänzt. 

 

Jede Lesedose besteht aus Kärtchen mit einem freien Platz für die Figuren, Bildern, Wortkarten, Infotext Karten, manchmal auch aus kurzen englischen Texten und Figuren. Entweder habe ich die Figuren zum Thema selbst zusammen gesammelt oder es sind Figurensets der Firma Ltd. Safari oder Toobs von anderen Firmen, dies habe ich immer beim Material selbst vermerkt. Prinzipiell können die Lesedosen aber auch ohne die Figuren verwendet werden, indem man einfach die Kärtchen weglässt, auf denen man die Figuren abstellt.

 


Lesedose Fußball mit selbst zusammen gesammelten Figuren

Lesedose New York mit Figuren der Firma Ltd. Safari


 

 

Die Lesedosen können vielfältig und fächerübergreifend (Sachunterricht, Lesen, Deutsch, Englisch, ...) eingesetzt werden. Die Bild-, Wort- und Textkärtchen bieten gute Differenzierungsmöglichkeiten je nach Lesekönnen bei inhomogenen Gruppen mit verschiedenen Lehrplänen und Schulstufen.

 

Ich möchte euch hier kurz vorstellen, wie ich zB die Lesedose Ägypten als Hinführung in einer Erarbeitungsphase verwende.

 

Für die Erarbeitungsphase werden die Figuren in der Mitte des Gruppentisches platziert. Anschließend versuchen die Schüler die Figuren und Dinge zu benennen und Informationen, die sie wissen, zu erzählen. Dinge, die niemand kennt, benenne ich und ergänze dazu Informationen.

 


Danach werden die Wortkärtchen an die Schüler verteilt. Je nach Lesekönnen erhalten die Schüler entweder leichte oder anspruchsvollere  Wörter.  Jeder Schüler liest sein Wort laut vor und ordnet es richtig zu.

 

 

 


Dann werden die Bilder an die Schüler verteilt und reihum richtig zugeordnet. Jeder Schüler erzählt zu seinem Bild Informationen, die er/sie sich gemerkt hat.

 

 

 

 

 


Abschließend erhält jeder Schüler je nach Lesekönnen einen kurzen oder längeren Leseinfotext. Diesen liest er/sie zuerst leise, dann laut vor. Danach werden die Infotexte noch zu den Figuren, Bildern und Wortkärtchen dazugelegt.

 

 

 

 


Weitere Ideen zu den Lesedosen:

 

  • Lesen und Auflegen in Partnerarbeit
  • als Lesestation bei Stationenarbeiten
  • Selbstkontrolle durch ein Foto der richtig aufgelegten Karten
  • Verwenden nur der Wortkarten, Bilder und Figuren für schwächere   
    Leser und Leseanfänger
  • Infotexte als Merktexte fürs Heft
  • Wortschatzarbeit
  • Wörtersammlungen für Deutsch oder Englisch

 

Fazit:

 

Ich und auch meine Schüler arbeiten sehr gerne mit den Lesedosen, weil sie sehr vielfältig einsetzbar sind. Das ist für mich persönlich immer ein Kriterium, ob das Laminieren, Ausschneiden usw. auch gerechtfertigt ist oder das Material nur einmal zum Einsatz kommt. 

 

Außerdem sprechen die Figuren sehr viele Schüler an und es macht einfach Spaß mit ihnen zu lesen. Manchmal werden sie auch für andere Zwecke verwendet wie zB zum Spielen :)

 

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